Monatsbetrachtung

Die Monatsbetrachtung ist bis auf weiteres eingestellt  

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Juli: Trachtende

 

Bei den Bienenvölkern findet nun den Übergang von der frühlingshaften Expansion zur herbstlichen Kontraktion statt, der Schwarmtrieb ist in der Regel erloschen. Im Laufe des Monats versiegt auch die Tracht und langsam wird die Umstellung zum Wintervolk eingeläutet. Dieses bedeutet für den Imker, dass die letzte Honigernte ansteht und somit die Honigräume abgeräumt werden. Hierbei bietet sich nun die Gelegenheit Kunstschwärme zu bilden, welche, mit junger Königin versehen, zu neuen Volkseinheiten vereint werden. Kombiniert mit totaler Brutentnahme hat der Imker nun beste Möglichkeiten varroareduziert, auf frischem Wabenmaterial basierend, gesunde Volkseinheiten mit besten Voraussetzungen zur Produktion von Winterbienen zu schaffen.

 

Folgende Arbeiten stehen im Juli an:

 

·         Letzte Honigernte

·         Brutentnahme

·         Kunstschwärme bilden

·         Varroa bekämpfen

·         mit Auffütterung beginnen

 

 

Die bei der Brutentnahme entnommenen Brutwaben werden zu Sammelbrutablegern zusammengefasst und nach 21 Tagen gegen Varroose behandelt. Es steht dem Imker frei ob er diese Volkseinheiten mittels Nachschaffung oder gesteuert beweiselt, oder zur Verstärkung der Bienenmasse nutzt.

Im Wesentlichen sollte die letzte Ernte Mitte bis Ende Juli abgeschlossen sein. Es folgt eine erste Varroa-Behandlung sowie eine dosierte Auffütterung.

Der Schlüssel zu gesunden Winterbienen ist die varroaarme Aufzucht der solchen. Werden Brutschäden vermieden und durch die Gabe gezielter Futtermengen die entstehende trachtlose Zeit unterstützt, steht einer überlebensfähigen Entwicklung des Volkes nichts im Wege.

Geschrieben von U.M. Schnitzler

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Juni: Das Volk im Zenit

 

Am 21.Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand- es ist der längste Tag des Jahres. Auch unsere Bienenvölker erreichen in der Regel zu dieser Zeit ihre größte Ausdehnung, sofern wir sie erfolgreich von evtl. Schwarmversuchen abgehalten haben.

Spätestens jetzt sollte man sich Gedanken über weitere Planungen zum „Nachwuchs“ machen- werden Königinnen benötigt um Wirtschaftsvölker aufzufrischen oder gar zur Beweiselung anfallender Kunstschwärme? Leistungsfähige Königinnen sind das Rückgrat einer witschaftlich erfolgreichen Imkerei. Hier liegt es in der Hand des Imkers, für das Wohlergehen des gesamten Bienenvolkes zu sorgen- will heißen: der Imker soll den Mut haben, nicht optimal leistungsfähige Königinnen durch gesunde zu ersetzen!

 

Folgende Arbeiten stehen im Juni an:

 

  • Honigraum an evtl. Sommertrachten anpassen

  • Schwarmkontrolle und -Verhinderung

  • Weiselrichtigkeit sicherstellen

  • Umweiselungen vorbereiten

     

Nach dem Ausschleudern der Völker stehen diese einer ca. 3-4 Wochen dauernden Trachtpause gegenüber. Schlechtwetterperioden können neben fehlenden Blüten dazu führen, dass die Völker an ihre Reserven müssen. Hier gilt also Obacht zu halten, dass keinerlei Mangel auftritt. Mangel heißt u.a. auch, dass das Brutgeschäft nur noch eingeschränkt vollzogen wird. Mangelnde Brutvitalität stellt für die anstehende Aufzucht von Winterbienen (schon ab Juli !) „Personal-Probleme“ dar, was Pflege und Versorgung angeht! Mangelvölker haben demnach oft Schwierigkeiten eine ordentliche (ich rede nicht von „ausreichender“) Überwinterungsstärke zu erlangen.

Um den 20. Juni herum beginnt verbreitet die Lindenblüte, welche oftmals die letzte Tracht des Jahre ist. So langsam sollte die Schwarmstimmung abklingen und nicht selten kommt es vor, dass Völker plötzlich weisellos sind. Hier gilt es, warnende Indikatoren zu erkennen!

Geschrieben von U.M. Schnitzler

 

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Mai: Reichhaltige Natur

 

Anfang Mai ist die Umstellung vom Wintervolk zum Sommervolk abgeschlossen. Die schwierige Phase der Durchlenzung wird abgelöst von einem Leben mit reichhaltigem Angebot- die im April begonnene Frühtracht liefert den Bienen jetzt Nahrung im Überfluss. Nun werden auch große Mengen an Drohnenbrut gepflegt, der Schwarmtrieb erwacht und die Zeit der Königinnenvermehrung ist gekommen. Den Völkern muss nun ausreichender Honigraum geboten werden, um die Verhonigung des Brutraumes, sowie, daraus resultierend, aufkommende Schwarmstimmung zu vermeiden.

 

Folgende Arbeiten stehen im Mail an:

 

  • Erweiterung durch erforderliche Honigzargen

  • Schwarmkontrolle und -Verhinderung

  • Ablegerbildung durch Brutableger

  • Varroabehandlung der Ableger durch MS

     

 

Ein entscheidender Faktor für die Auslösung des Schwarmtriebes ist das Raumangebot der Beute. Durch die Gabe von ausreichenden Honigräumen werden die schlüpfenden Jungbienen aus dem Brutraum abgezogen und verhindern dadurch eine Überfüllung desselben. Ein Überangebot an Nektar und Pollen im Brutraum signalisiert den Bienen den Beginn des Schwarmtriebes. Auf mögliche Schwarmzellen, meist an den unteren Bereichen der Rähmchen erbaut, muss nun in regelmäßigen Abständen kontrolliert und müssen ggf. entfernt werden. Hier sollte eine wöchentliches Prüfintervall gewählt werden.

Für die Ablegerbildung im Mai sollte man vorwiegend kleinere Völker auflösen (welche keine nennenswerte Tracht erwarten lassen), um an geeignete Brutwaben zu gelangen, da starke Wirtschaftsvölker nicht unnötig bei vorliegender Tracht in ihrer Sammelstärke geschwächt werden sollten. „Schröpfen“ als „Schwarmverhinderungsmaßnahme“ ist im Mai nicht zielführend. Augenmerk sollte jedoch bei der Ablegerbildung auf mögliche Temperaturschwankungen gelegt werden- ein klassischer 3-Wabenableger (1 BW, 1 MW, 1 FW) hat den „Eisheiligen“ nicht viel entgegen zu setzen!

Geschrieben von U.M. Schnitzler

 

 

 

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April: Durchlenzung und Trachtbeginn

 

Die Bienenvölker vollbringen um diese Jahreszeit Höchstleistung- die überwinterten Bienen müssen aus ihren Reserven das Volk auf Trachtstärke bringen. Natürlich wird für diese Leistung eine Menge Energie benötigt. Daher müssen die Futterreserven gesichert sein! Hierzu sollten ca. 4-5 kg Futter jedem Volk zur Verfügung stehen.

Sobald die ersten größeren Brutflächen schlüpfen, wachsen die Völker und müssen erweitert werden. Der „Zwei-Zargen-Imker“ erweitert durch einen zweiten Brutraum oder durch die Gabe von Mittelwänden nach Entnahme von Altwaben. Der „Einzargen-Imker“ gibt eine Mittelwand, bei gut besetzten Randwaben, neben das Brutnest dem Volk zum weiteren Ausbau. Der/die Baurahmen werden nun zum elementaren Bestandteil der biologischen Varroa-Dezimierung und jeweils, nach dem Verdeckeln, geschnitten. Hier ist zu beobachten, dass eine Drohnenwabe regelrecht die Brut anzieht und in unmittelbarer Nachbarschaft das Haupt-Brutnest beheimatet ist.

 

Folgende Arbeiten stehen im April an:

 

  • Futter kontrollieren

  • Erweitern durch einzelne Mittelwände

  • Einhängen eines Baurahmens (Drohnenwabe)

  • Erweitern

  • Aufsetzen des ersten Honigraumes

 

Bei einsetzender Tracht muss auch bereits der erste Honigraum aufgesetzt werden. Fangen die Bienen erst an den eingetragenen Nektar auf den Brutwaben zu lagern, nehmen sie den Honigraum schlechter an und engen, durch steten Eintrag, das Brutnest immer weiter ein. Dieses ist der Entwicklung des Volkes nicht dienlich.

Bei anhaltender Tracht, wenn der zuletzt gegebene Honigraum etwa zur Hälfte gefüllt ist, wird der nächste Honigraum gegeben. Dieser wird immer oben aufgestellt. Durch falsches Aufsetzen würde die Klimatisierung bei kühlem Wetter für die Bienen zum Problem. Als Folge würde der Feuchtegehalt des Honigs möglicherweise erheblich ansteigen.

 

Geschrieben von U.M. Schnitzler

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März: Frühlingserwachen

 

Die Bienenvölker befinden sich in einer schwierigen Umbauphase. Das Licht der länger werdenden Tage und der einhergehende Temperaturanstieg weckt alle Lebensgeister, teils kann es aber auch empfindlich kalte Tage geben. Die meisten Völker werden schon ein stattliches Brutnest angelegt haben, welches auch bei widrigen Temperaturen auf konstanten 35°C gehalten werden muss. Energiespender ist nach wie vor das eingelagerte Winterfutter, da die Natur noch keine nennswerten Trachten anbietet. Es gilt den Futterverbrauch im Auge zu behalten und ggf. mittels beigehängter Futterwabe Hilfe zu leisten.

Folgende Arbeiten stehen im März an:

·         Reinigung des Beutenbodens (Totenfall)

·         Erste große Durchsicht

·         Einhängen eines Baurahmens (Drohnenwabe)

·         nach Möglichkeit 6 -7 kg Futter im Volk belassen

Eine erste große Durchsicht sollte an einem nicht zu kalten Tag erfolgen! Wird im Beuteninnneren Schimmel festgestellt, gilt es die befallenen Teile zu entfernen bzw. zu desinfizieren. „Heult“ ein Volk bei der Durchsicht stark auf, sollte auf Weiselrichtigkeit kontrolliert werden. Weisellose Völker können zu dieser Jahreszeit nur durch Vereinigung mit weiselrichtigen Völkern gerettet werden. Bereits drohnenbrütig gewordenen Völker sind kompromisslos fern ab des Standes abzufegen!

Geschrieben von U.M. Schnitzler

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Monatsbetrachtung

Monatsbetrachtung Februar: Winter, oder nicht?

 In der Regel finden im Februar bereits erste Ausflüge der Bienen statt, wobei die Überwinterung des Volkes noch nicht abgeschlossen ist. Die erste Brut wird bereits gepflegt, die Wintertraube kann sich zeitweise schon ein wenig auflösen, aber erneute Kälteeinbrüche werden zur größeren Gefahr.

 Folgende Arbeiten stehen im Februar an:

 •Kurze und oberflächliche Kontrolle der Völker

 •Futterkontrolle und Futterversorgung

 •Abgestorbene und kranke Völker abräumen

 •Totenfall auf Bodengitter und vor Flugkeilen entfernen

 •Ruhe bewahren und geduldig auf das große Erwachen warten!

 Die Kotblase der Bienen ist nun prall gefüllt und wird bei günstigen Wetterbedingungen in kurzen Reinigungsflügen entleert. Ohne das Volk stark zu stören verschafft man sich eine Übersicht über den Zustand durch einen Blick unter den Deckel. Bietet sich die Möglichkeit zu einer detaillierteren Durchsicht mit Blick auf Oberträger und Wabenflächen, ist bei der Feststellung starker Verunreinigungen durch Kot Vorsicht geboten. Solche Völker müssen vom Stand entfernt werden und sind nicht mehr zu retten. Intakte Völker sitzen zu dieser Zeit ruhig auf den Waben, lautes Aufheulen lässt Weisellosigkeit vermuten.

 Durch das verstärkte Brutgeschäft schwinden die Futtervorräte nun schneller. Diese Entwicklung gilt es auf jeden Fall im Auge zu behalten und im Zweifelsfall durch die Zugabe von Futterwaben an den Bienensitz auszuhelfen. Wichtig ist auch die Sicherstellung des freien Ausflugs der Bienen aus der Beute. Hier kann angehäufter Totenfall auf dem Bodengitter, und somit vor dem Flugloch, zum Problem werden. Eine kleine Abhilfe kann in der Form geschaffen werden, dass die Aussparung des Flugkeils „nach oben zeigend“ eingesetzt wird, um einer Verstopfung der Öffnung entgegen zu wirken

Geschrieben von U.M. Schnitzler

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Monatsbetrachtung Januar:

Januar: Ruhe für Bienen und Imker

Der Januar ist ein klassischer Wintermonat, in welchem die Temperaturen von -15°C bis + 10°C schwanken können. Hinzu kommen teils erhebliche Niederschläge, einhergehend mit oftmals starken Winden.

 

Folgende Arbeiten stehen im Januar an:

·       Standkontrollen (möglichst nur mit dem „Indianerblick“!)

·       Futterkontrolle (möglichst nur Gewichtskontrolle durch Ankippen)

·       Instandhaltung von Gerätschaften

·       Weiterbildung und Planung für die neue Saison

Um einem frühzeitigen Brutansatz vorzubeugen werden die Völker bei offenem Gitterboden gehalten; den eisigen Außentemperaturen begegnen die Bienen mit der Bildung einer Wintertraube, deren Kerntemperatur konstant bei ca. 20 °C durch Bewegung und Rotation der Einzelbienen gehalten wird. Desweiteren begünstigt der offene Gitterboden die Feuchteregulation des Beuteklimas, so dass Schimmelbildung in den Randbereichen fast gänzlich unterbleibt.

Bei größeren Wärmeperioden steigern die Völker sofort den Brutumfang, während bei gleichbleibenden Temperaturen erst ab etwa Mitte Januar Brutzellen gepflegt werden. Sobald die erste Brut gepflegt wird steigt in der Wintertraube die Temperatur auf 36 °C an, was zu erhöhtem Futterverbrauch führt. Wandert die Bienentraube langsam entlang der Futterwaben im Idealfall, so kann bei erneuten Kälteeinbrüchen diese jedoch auf der Brut verharren und den Kontakt zu eingelagerten Futterreserven verlieren!

Abschließend sei gesagt, dass im Zweifel über den Zustand des Volkes keine falsche Rücksicht genommen werden muss- eine zügige Durchführung von Kontrollarbeiten führt zwar zu gewissen Verlusten und, bedingt durch Stress, zu erhöhtem Futterverbrauch, evtl. Abkotungen und Schwächung des Volkes, was jedoch einer Option des Totalausfalls vorzuziehen ist!

 

  Geschrieben von U.M. Schnitzler

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MonatsbetrachtungDezember 2016

 

Der Bienenflug ist beendete. Die Bienen haben sich für den Winter eingerichtet und brauchen Ruhe. Durch die Frosttage Ende November wird auch die Bruttätigkeit der Königin zurückgehen. Soweit nötig, ist die Winterbehandlung vorzunehmen. Die Möglichkeiten hierfür sollten allgemein bekannt sein.Ansonsten kann sich der Imker den Weihnachtsmärkten widmen, als Honigverkäufer oder Glühweintrinker.

In der Imkerzeitschrift „Die Biene“ wird diesmal das Thema der Rückstände im Wachs und verfälschtes Bienenwachs behandelt. Hierzu wird auch der Gesetzgeber aufgefordert, gesetzliche Regelungen zu schaffen. Hierzu die kritische Frage: muss es immer der Gesetzgeber sein ?

Können die Imker das „Problem“ nicht selbst in den Griff bekommen durch Verwendung des eigenen angefallenen Wachses oder den Zukauf im anerkannten Fachhandel? Ansonsten darf man sich nicht wundern, wenn in Kürze der Verkauf von selbst gemachten Bienenwachskerzen nur mit amtlichem Sachkundenachweis und Herstellungszertifikat zulässig ist. Die zukünftige „Ampel“ im Gaststättenbereich lässt grüßen, über die man auch geteilter Meinung sein kann.

Frohe Weihnachten und nicht vergessen: Familientag der Imker am 8. Januar.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung November 2016

Wenn an Maria Opferung (21.11.) die Bienen fliegen, ist das nächste Jahr ein Hungerjahr„(Bauernregel).  (Bitte an diesem Tag das Flugloch schließen).

Nur an warmen Tagen lassensich  die Bienen noch blicken. Die Wegränder und Gärten (z.B. Efeu) bieten noch etwas Pollen. Die Brutaktivitäten im Volk gehen zurück. Bei der anstehenden Kälteperiode für Anfang November bilden die Bienen eine Wintertraube  und wollen in Ruhe gelassen werden. Die Arbeiten des Imkers sind somit auch auf äußere Kontrolle der Beuten beschränkt.  Falls schon Winterverluste festgestellt wurden, z.B. leere Beuten, sind diese komplett abzuräumen. Die Winterbehandlung gegen die Varroa sollte im Dezember erfolgen. Daher nochmals den Vorrat an Behandlungsmitteln überprüfen (ausreichende menge, Verfallsdatum).

Der Imker kann sich nun auf die Weihnachtsmärkte zum Ende des Monats vorbereiten, als Honigverkäufer oder auch nur als Besucher am Glühweinstand.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung Oktober 2016

Kommen die Bienen nicht heraus, ist es mit dem schönen Wetter aus „(Bauernregel)

Die Bienen sind jetzt hoffentlich ausreichend eingefüttert  und gehen in die Winterruhe. Mit etwas Erfahrung genügt ein anheben der Beute ,um den Futtervorrat abzuschätzen. Es herrscht an schönen Tagen zwar noch Flugbetrieb, doch geht die Bruttätigkeit zurück.

Ende des Monats sind die Beuten winterfest zumachen. Hierbei sind die Mäusegitter nicht zu vergessen , allerdings muss weiterhin ausreichende Luftzufuhr möglich sein.

Wenn die Arbeit an den Bienen abnimmt, kann nun das Beuten- und Wabenmaterial auf Vordermann gebracht werden. Falls noch vorhanden, sind alte Waben einzuschmelzen und ggf. zu reparieren. Vorhandene helle Waben, die bevorratet werden, sind gegen die Wachsmotte zu sichern.

Der Honig, der hoffentlich ausreichend vorhanden ist, ist verkaufsfertig abzupacken. Daneben sollte auch mal Zeit sein, um in eine Imkerzeitschrift -buch zu schauen. Auch der Kontakt und Austausch mit Imkerkollegen/innen ist oft hilfreich.

Nun warten wir noch auf schön Herbsttage.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung  September 2016

„Wenn die Bienen ihre Stöcke früh verkitten, kommt ein harter Winter „(Bauernregel)

Da müssen wir erst mal abwarten, was unsere Bienen machen.

An den Bienenstöcken ist jetzt Ruhe eingekehrt. Die in den letzten Jahren um diese Zeit auftretendeWespenplage verschont uns dieses Jahr. Obwohl auch Wespen geschützte Tiere sind, sind sie bei uns Imkern nicht sehr geschätzt.  Schon manches, allerdings meist schwaches Volk, wurde von den Wespen vollständig ausgeräumt.

Als Problem wurde in letzter Zeit häufig harter Honig in den Waben genannt. Hierbei ist zu beachten, dass dieser nur begrenzt als Winterfutter genutzt werden kann, da die Bienen diesen im Winter auch nicht auflösen können.

Nun erhoffen wir für uns noch  einen schönen Spätsommer.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung August  2016

 Urlaub für den Imker ?„Stellt im August sich Regen ein, so regnet´s Honig und Wein.“ (Bauernregel).

Dieser Ausspruch auf den Wein bezogen ist einleuchtend, bezüglich des Honigertrags kann es sich nurauf Waldhonig beziehen (oder hat jemand eine bessere Erklärung ?)

Der Start des Monats August ist auf jeden Fall feucht. Honig erwarte ich allerdings nicht mehr, obwohl dieses Jahr noch einige Gläser leer geblieben sind. Vor allem hier in der höheren Nordeifel war die Honigausbeute witterungsbedingt kein gutes Jahr.

Doch wir wollen nach vorne schauen und den Bienen gute Startbedingungen für 2017 schaffen. Soweit noch nicht erfolgt, Varroabehandlung, Einfüttern, Weiselkontrolle, Honig abfüllen, ist vorzunehmen. Also bleibt dem Imker vor oder nach seinem Sommerurlaub immer noch was zu tun.

Nachdem die Mitgliederzahl in unserem Imkerverein erfreulicherweise weiter steigt, könnte man auch mal darüber nachdenken, ob man sich an der aktiven Vereinsarbeit beteiligen könnte.

 Die Vorstandmitglieder sind hierzu gerne zu einem Gespräch bereit

.Auch Vorschläge bezüglich der Ausgestaltung unserer Monatstreffen, die nicht immer gut besucht sind, sind beim Vorstand willkommen

.Nun hoffen wir noch für uns und unsere Bienen auf einige schöne Sommerwochen

Geschrieben von  Anselm Heiß


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Monatsbetrachtung Juli 2016

Juli -  Ende und Beginn des Bienenjahres

„Wenn die Bienen im Juli immer noch bau`n, Kannst du dich nach Brennholz umschauen.“ (Bauernregel).

Der Juni war, je nach örtlicher Lage, nicht sehr bienenfreundlich. Vor allem die Imker in den Eifellagen waren von den Schleuderergebnissen nicht immer begeistert. Das lag weniger an den Bienen, sondern an der Witterung. Nach einzelnen guten Flugtagen kam immer wieder ein Kälteeinbruch, an dem die Bienen wieder vom eingetragenen Honig zehren mussten.Das galt besonders für Völker die viel Brut hatten,die  auchverpflegt werden musste. Die Ende Mai noch bestehende Wetterhoffnung wurde somit  enttäuscht. Es kann natürlich nicht jedes Jahr gleich sein und jedes Jahr mehr Honig geschleudert werden , abgesehen vom „Jägerlatein“, das es auch bei Imkern geben soll.  Wir arbeiten mit der Natur  und haben mit deren unterschiedlichen Abläufen  zu leben.

Die meisten Imker haben inzwischen ausreichend Ableger gebildet, oder machen dies noch, sodass wir schon ins nächste Bienenjahr schauen können. Das hierzu auch eine frühzeitige Varroa-behandlung gehört, kann nur jedes Jahr wiederholt werden. Desweiteren ist bei den Ablegern, insbesondere wenn keine Tracht mehr vorhanden ist oder kein Flugwetter herrscht,  auf ausreichend Futtervorrat zu achten.  Dies gilt natürlich auch für eingefangene Schwärme, die keinen Honigvorrat haben.

Als Tracht kommt jetzt noch die Linde in Betracht, Vorkommen von Brombeeren und ggf. Blührandstreifen, soweit diese noch nicht gemäht  sind.

Weiterhin ist bereits jetzt an die Einfütterung zu denken und die entsprechenden Futtermengensind  zu beschaffen.

Auch wenn das Bienenjahr zu Ende geht, kann die Arbeit an den Bienen noch nicht eingestellt werden. Es gibt immer was zu tun. In diesem Sinne  trotzdem

schöne Urlaubstage.

Geschrieben von  Anselm Heiß

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung Juni 2016

Juni-Erntemonat

„Bienen, die vor Johanni schwärmen, die tun des Imkers Herz erwärmen „(Bauernregel)

Dieser Spruch wird heute meist nicht mehr so akzeptiert. Obwohl ein Bienenschwarm die natürliche  Form der Völkervermehrung ist, sind die meisten Imker bestrebt, das Schwärmen zu verhindern. Durch rechtzeitige Völkererweiterung, schröpfen, Weiselzellenbrechen, Ablegerbildung und Züchtung wird versucht die Schwarmstimmung im Volk zu unterdrücken. Neben dem geringeren Honigertrag eines geschwärmten Volkes ist natürlich des „Einfangen“ eines Schwarmes aufwendig. Auch wird dasSchwärmen eines Volkes vonden Bienen dem Imker nicht immer rechtzeitig mitgeteilt, sodass mancher Schwarm verlorengeht.

Die Vorteile eines gefangenen Schwarms (am besten ein kräftiger Schwarm der vom  Nachbarimker abging) ist jedoch auch nicht zu unterschätzen.  Durch die Brutpause des Schwarms ist dieser nur mit geringen Varroamilben belastet und entwickelt sich i.d.R. bis zur Winterruhe zu einem kräftigen Jungvolk.

Der erste Honig ist bei den meisten Imkern Ende Mai schon im Eimer.Die höher gelegenen Imkerstandorte in der Eifel sind allerdings witterungsbedingt noch im Nachteil und   warten auf Tage zum Schleudern. Zur Honigernte wurde im aktuellen Infobrief „Bienen@Imkerei“ ausführlich zu den Vorschriften des Lebensmittelrechtes berichtet. Hierzu ist anzumerken, daß es wohl selbstverständlich sein sollte, dass der Honig als Lebensmittel entsprechend behandelt wird. Detailierte Vorgaben des Gesetzgebers wären somit entbehrlich. Jeder Imker, der auch seinen eigenenHonig verzehrt, ist daher bestrebt, Qualität ins Glas zu bekommen.

In diesem Sinne erwarten wir einen sommerlichen Juni und verzichten auf die „Schafskälte“.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung Mai 2016

Mai-Honigmonat

Nachdem der April seinem Namen nach dem Volksmund „April, der weiß nicht was er will“ mit seinen Wetterkapriolen, von Schneefall bis Frühsommertemperaturen,  alle Ehre gemacht hat, beginnt der Mai mit besseren Aussichten.

Die Bienen sind in Wartestellung um bei steigenden Temperaturen das Brutgeschäft entsprechend auszuweiten und nach weiterem Raum von Imker zu verlangen. So hoffen wir, dass die Blühsaison nicht nochmals von einer Frostperiode unterbrochen wird, sodass die Bienen neben  dem Eigenbedarf auch für uns Honig eintragen können.

Nicht vergessen werden darf, ggf. noch vorhandene Futterwaben zu entnehmen (diese können für die Ablegerbildung wieder verwendet werden). Desweiteren sind die verschiedenen Kontrollen um diese Jahreszeit, von der Kontrolle desSchwarmtriebs bis zum Drohnenschneiden, vorzunehmen. Wobei letzteres schon wieder kontrovers diskutiert wird. Allerdings ist die Aussage, was sich bisher bewährt hat, soll nicht ohne Not geändert werden, sicher weiterhin richtig ist.

In der Erwartung, dass sich in der Zweiten Monatshälfte die Honiggläser füllen, wünschen wir uns schöne Maitage.

Geschrieben von  Anselm Heiß

 

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Monatsbetrachtung  April 2016

Der April macht was er will“  (Bauernregel)    Lassen wir uns überraschen

Nachdem der März sich nicht sehr bienenfreundlich gezeigt hat, bedingt durch die Witterung gab es nur wenige Tage mit Flugbetrieb, verspricht der April richtiges Frühlingswetter.

Die Völker sind inzwischen  durchgesehen, Böden gereinigt, Futter und Brutnest  überprüft, die Blumen und Blühbäume blühen oder sind davor, sodass die Bienen in die Saison starten können. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie sich die Völker im Frühjahr explosionsartig vergrößern. Da können die Bienen nur darauf vertrauen, dass der Imker genügend Wabenvorrat zur Verfügung hat. Hier ist laufende Überwachung nötig, um den richtigen Zeitpunkt für dieWabenerweiterung zu nutzen.

Nachdem die Winterverluste diesen Winter überwiegend gering waren, können  die Imker auf eine schöne Honigernte hoffen.

Geschrieben von  Anselm Heiß

 

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Monatsbetrachtung März 2016

Frühjahrsanfang

„Wenn die Forsythien  blühen, ist Frühling ………“  (leider keine Bienenweide)

Nachdem im Januar an einzelnen Tagen am Bienenstand Flugbetrieb wie im Sommer zu sehen war, ist das Winterwetter im Februar doch noch eingetroffen und wird uns auch in der ersten Dekade des März noch erhalten bleiben. Dennoch ist die Natur am erwachen. Die ersten Frühlingsblumen, Krokusse u.s.w. blühen, der Weißdorn wird schon grün.

Die beim Wechsel von Winter auf Frühjahr häufig in Erscheinung tretenden Erkältungswellen machen auch vor den Imkern nicht halt.

Am Bienenstand beschränkt sich die Arbeit weiterhin auf mehr äußerliche Kontrollen der Bienenvölker. Ein Blick unter den Deckel zeigt, ob die Bienen wohlauf sind.  Ein Anheben der Beuten reicht meist um festzustellen, ob das Winterfutter noch ausreicht. Ansonsten sollte man vorbereitet sein für die Zeit, in der die Temperaturen ansteigen und die Bienen wieder fliegen. Dann erfolgt eine eingehende Kontrolle der Völker und bei positivem Befund die ersten Imkerträume von vollen Honigwaben.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung Februar 2016

Februar- Winterende

Scheint an Lichtmeß (2.02.) die Sonne, geraten die Bienen gut“  (Bauernregel)

Da hoffen wir mal, dass es unseren Bienen dieses Jahr trotzdem gut geht.

Die Wetterkapriolen im Januar waren schon ungewöhnlich.Innerhalb weniger Tage von 13 Grad Minus auf 14 Grad Plus. Vom Flugbetrieb (teilweise schon mit Polleneintrag)  zur Wintertraube. Eine brutfreie Zeit war in diesem Winter sicher die Ausnahme, sicher mit Auswirkungen auf Varroa und Winterfutter. Ende Januar herrschte an den schönen Tagen am Flugloch Betrieb wie im Sommer, wobei wir natürlich erwarten, dass die Völker, die bisher gut überlebt haben, auch die restliche Zeit bis zur Frühjahrstracht überstehen.

Für die Imker ist weiterhin Ruhe angesagt. Jetzt kann noch in Ruhe geplant, repariert und ggf. gekauft werden.

Am 14.2. ist wieder die Jahreshauptversammlung unseres Vereins. Wenn jemand Zeit und Lust hat, sich in die Vereinsarbeit einzubringen,wäre hierzu die beste Gelegenheit. Es müssen ja nicht immer sehr zeitaufwändige Arbeiten sein (Beispielsweisesporadisch  Mithilfe beim Gesundheitstag, Auftritte des Vereins bei Stadtfesten o.ä.). Unser Verein hat ja jedes Jahr steigende Mitgliederzahlen, doch damit fallen auch weitere Aufgaben an.  Die Vorstandsmitglieder können hierzu jederzeit angesprochen werden.

Helau + Alaaf

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung Januar 2016

Januar- Wintermonat

Bienen und Schaf ernähren ihren Herrn im Schlaf -falls das nicht zutreffen sollte, machen sie was falsch!  (Dr. Liebig)

Der Dezember war, entgegen der Wettervorhersagen Ende November, geprägt  von Frühjahrstendenzen. Häufig herrschte für die Bienen noch Flugwetter.Wie sich die ungewünschte warme Witterung auf die Überwinterung der Bienen auswirkt, bleibt abzuwarten. Hat die Winterbehandlung Erfolg, ist der Futtervorrat ausreichend ? Die Auswirkungen werden sich im Frühjahr zeigen, bis dahin kann man nur abwarten.

Trotz der Ruhe am Bienenstand ist die neue Saison vorzubereiten. Überprüfen der Bienenbehausungen, Beuten , Rähmchen u.s.w. reinigen , reparieren,  ggf. Nachkaufen.  Was machen die Honigvorräte ?

Trotz aller gelegentlich auftretenden Rückschläge schauen wir positiv auf ein Neues Jahr und wünschen uns allen gesunde Bienen und volle Honigeimer.

Nicht vergessen: Familientag am 10. Januar

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung Dezember 2015

November - Winter

Nachdem uns Ende November, nach einer vormals ungewöhnlich langen Wärmephase, winterliche Temperaturen erreicht haben, ist auch bei den Bienen die Winterruhe eingekehrt.  Nun ist für den Imker nur noch abzuwarten, bis Brutfreiheit besteht, um die Winterbehandlung vorzunehmen.

Für viele Imker ist im Dezember der Honigverkauf  ein Arbeitsschwerpunkt. Für Kunden , die die Adventszeit mit den Begriffen Weihnachtsbäckerei, Tee, Kerzen, Weihnachtsmärkte usw.  verbinden, gehört hierzu auch echter Bienenhonig.  Daher ist abfüllen,  dekorieren und  verkaufen des  Honigs  nötig, um auch einen Teil der Arbeit des Jahres vergütet zu bekommen.   Bei einigen stellt sich beim Abfüllen schon die Frage, reichen die Honigvorräte?

Neben der Arbeit sollte im Dezember auch die Besinnung  auf die wichtigen Dinge im Leben nicht zu kurz kommen. In diesem Sinne ein schönes erholsames Weihnachtsfest.

 

Ansonsten: Sollten sie noch nach einem Weihnachtsgeschenk für sich oder seine Lieben suchen, wie wäre es mit einer Einladung zum nächsten Imkerausflug?

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung November 2015

November - Winterruhe

Entgegen der üblichen Novemberwitterung herrscht dieses Jahr Anfang des Monats noch reger Flugbetrieb. Es werden hierbei immer noch Pollen eingetragen, obwohl im Garten außer einzelnen Astern, letzte Himbeeren, keine Blüten zu sehen sind.

Ansonsten sind i.d.R. die Beuten voller Bienen mit ausreichendem Futtervorrat, sodass sich der Imker erstmal entspannt zurücklehnen kann.  Eine Erholungsphase, vor dem anstehenden Weihnachtsgeschäft, sollte genutzt werden um sich in Ruhe auf den Verkauf, ggf. Wachsverarbeitung, Honigveredlung u.a. vorzubereiten.

Nicht vergessen werden darf die Überprüfung, ob die  noch vorrätigen Varroa-Behandlungsmittel  für die noch anstehende Winterbehandlung ausreichen.

Geschrieben von  Anselm Heiß

 

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MONATSBETRACHTUNG

Monatsbetrachtung Oktober 2015

Herbst - Beginn der Winterruhe

Der Oktober beginnt mit schönem Spätsommerwetter und für die Bienen mit letztem Flugbetrieb. Dennoch müssen wir uns im Laufe des Monats auf kältere Tage einstellen. Für die Bienen beginnt dann die Winterruhe.  Die Wespen werden seltener.  Da noch Bruttätigkeit  vorhanden ist, ist auch der Verbrauch an Winterfutter  schon hoch. Eine letzte Kontrolle des ausreichenden Winterfutters im Stock ist immer sinnvoll.  Ansonsten  sind ggf. die Fluglöcher mit Mäusegittern zu versehen und die Beuten sturmsicher  zu verankern.

Da die Arbeiten an den Bienen weniger werden, ist Zeit für das nächste Jahr zu planen.  Soweit möglich sollte an Neupflanzungen von insektenfreundlichen Pflanzen gedacht werden.  Speziell spätblühende Sträucher sind für unsere Bienen wertvoll. Hierbei sollte  insbesondere  unsere heimische Pflanzenwelt berücksichtigt werden, da Insekten hiervon am meisten profitieren.  Hinweise zu Bezugsquellen bietet z.B. das“ Netzwerk Blühende Landschaft“ oder der „ Verein Naturgarten e.V.“.  Der Oktober ist hierfür die beste Pflanzzeit.

Geschrieben von  Anselm Heiß

 

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Monatsbetrachtung  September  2015

Spätsommer

Den Sommerurlaub haben die meisten hinter sich.  Es war hoffentlich auch eine Zeit zur  Besinnung mit Denkanstößen für seine private Lebensführung, bei der bei uns die Bienen einen hohen Stellenwert haben. Habe und nehme  ich mir ausreichend Zeit für mein „Hobby“  Bienen?  Habe ich zu viel oder zu wenig  Völker?  Kann ich mir  durch eine intensivere Zusammenarbeit mit Kollegen die Bienenführung und den Arbeitsaufwand  erleichtern?  Habe ich noch Zeit  zum  Besuch von Vorträgen, Seminaren, der aktiven  Mitarbeit im Imkerverein?

Mit dem Wunsch, weiterhin Freude mit der Arbeit an den Bienen und der Natur zu haben, genießen wir den Spätsommer.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung  August  2015

August Bienenjahr  Ende und Beginn

 

Nachdem der „Erfolg“ des Imkers mit seinen Bienen in diesem Jahr im Rückblick zu sehen  ist, beginnt gleichzeitig der Blick auf das folgende Bienenjahr. Die nun schlüpfenden Winterbienen und deren Gesundheit sind der Grundstock für ein erfolgreiches  Folgejahr. Eine kritische Betrachtung des abgelaufenen Jahres mit deren positiven und negativen Aspekten  können hilfreich sein.  Auch der Austausch von Erfahrungen mit Imkerkollegen, z.B. in unseren Monatsveranstaltungen des Vereins, können  uns hier unterstützen.  Unser Grillfest am 16. August bietet die Möglichkeit, zwanglos mit Kollegen und neuen Mitgliedern ins Gespräch zu kommen.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung  Juli 2015

Das Bienenjahr geht zu Ende. Die Bienen bringen bei den meisten Imkern die letzten Trachten ein. Dann wird abgeschleudert, eingefüttert,  ggf. letzte Ablegerbildung vorgenommen und gegen Varroa behandelt.  Da wir dieses Jahr ein hohes Blattlausaufkommen haben, besteht bei einigen Imkern noch die Erwartung auf eine gute Waldtracht.

Rückblickend kann man auch dieses Jahr mit der Überschrift, jedes Jahr ist anders,  beschreiben. Nachdem  teilweise  hohe  Winterverluste  bei der Auswinterung  sichtbar wurden, war das Frühjahr nicht gerade bienenfreundlich. Diese Entwicklung konnte  danach jedoch teilweise aufgeholt werden, sodass am Ende doch die Zuversicht in die Bienenhaltung wieder eingekehrt ist und die Honigglässer gefüllt werden können.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung  Juni  2015

Juni, der Honigmonat

 

Nachdem in der ersten Dekade des Monats Mai die Bienen ein gutes Flugwetter hatten, konnten viele Imker über eine gute Völkerentwicklung berichten und auch den ersten Honig ernten.  In der folgenden Zeit war die Witterung für die Bienen und die Imker nicht mehr optimal. Geringe Temperaturen und Regen haben die Laune von beiden beeinträchtigt.  Auch die Aussichten für den Monatsanfang Juni könnten besser sein.

Jedes Jahr ist eben verschieden, sodass wir  auch dieses  Jahr auf den Honigmonat  unsere Erwartung setzten.  Die Frühtracht mit Nektar von Obstbäumen, -sträuchern, Landschaftsgehölzen und Wildstauden ergeben einen kräftigen Mischhonig.

An Arbeiten des Imkers stehen neben der Honigernte, die weitere Ablegerbildung  bzw.-kontrolle , Drohnenbrutschneiden und Weiselkontrolle an.  Einige Imker beschäftigen sich auch mit der Könniginnenvermehrung.  Größeren Urlaub sollte der Imker in den nächsten Wochen daher nicht geplant haben.

Für die Honigernte wird auf die Kontrolle von Wassergehalt  und beim Abfüllen  auf die Gewichtskontrolle hingewiesen. Der Imkerverein bietet hierzu als Hilfe die Ausleihung von Honigschleuder, Refractometer und geeichter Waage an.

Unser monatliches Imkertreffen (Feldtag)  ist am 14. Juni  in Vettweiß-Sievernich.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung Mai 2015

Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu (alter Bauernkalender)

Das Zitat zeigt, dass unsere Imkervorfahren einem Bienenvolk schon einen erheblichen Wert beigemessen haben, obwohl der Honigertrag je Volk damals mit den heutigen Erträgen sicher nicht zu vergleichen ist.

Obwohl das Schwärmen eines Bienenvolkes die natürliche Volksvermehrung ist und auch die Varroaausbreitung günstig beeinflusst, versuchen wir heute den Schwarmtrieb weitgehendst  zu unterdrücken (Weiselzellen suchen und ausbrechen, Völker schröpfen,  Brutraum erweitern usw.). Ein Schwarm reduziert den Honigertrag  und das „Einfangen“ macht Arbeit. Dennoch sollte ein Schwarm nicht negativ gesehen werden. Hierzu sollte jeder Imker in seiner Nachbarschaft als Imker bekannt sein, sodass er beim Auftreten eines Schwarms, die sich ja meist in der näheren Umgebung niederlassen, auch sofort informiert werden kann.

Des weiteren warten  wir im Mai auf den Honigeintrag. Neben der jetzt anfallenden vielen  Arbeit bei den Bienen ist es auch die schönste Zeit für den Imker, wenn bei entsprechendem Wetter am Bienenstand alles summt und man in den Honigwaben das Ergebnis der Arbeit sehen kann.

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung  April 2015

 

Auch wenn  wir 100 Jahre alt würden, wir empfinden den Frühling jedes Jahr als sei es das erste Mal“ (Gärtner Pötschke).

Der März hatte anfangs einige schöne Tage, sodass die Bienen den Reinigungsflug durchführen konnten. Der Imker konnte eine grobe Durchsicht der Völker vornehmen und sich hoffentlich von  gut über den Winter gekommenen Völkern überzeugen. Leider war dies nicht überall der Fall. In Zeitschriften wird nun wieder diverses diskutiert bezüglich der Völkerverluste, von neuen Arzneimitteln,  Zellengrösse, bis zur „Bienensauna“. Da kann man nur abwarten, was sich in der Praxis bewährt.

 Im weiteren Verlauf des Monats gab es nur einzelne Tage mit Flugbetrieb. Hierbei war es jedoch immer wieder eine Freude, am Flugloch die einfliegenden Bienen mit vollen Pollenhöschen zu beobachten.

Der April beginnt auch noch mit einer Kälteperiode.  Im Nordkreis Düren beginnen die Sträucher zu blühen, im Bereich der Eifel wird dies erst nach Ostern soweit sein.  Je nach Standort der Bienenvölker ist bezüglich der ersten Blüten mal auf die Zierjohannisbeere hinzuwiesen. Dieser Strauch blüht früh, wird von den Bienen gerne beflogen und ist sehr pflegeleicht. Es müssen nicht   immer nur exotische (moderne) Pflanzen  im Garten stehen, die oft wenig für Insekten bieten.

 Die Bienenvölker sind nun vom Imker wieder intensiv zu betreuen. Kontrolle auf ausreichend Futter, Weiselrichtigkeit und Vorbereitung auf Erweiterung des Brutnestes, Drohnenwaben und  des Honigaufsatzes.  

Unser monatliches Imkertreffen ist am 12. April im Vereinslokal

Geschrieben von  Anselm Heiß

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Monatsbetrachtung März 2015

 

Nachdem nun Ende der ersten Märzwoche  an den Bienenkästen wieder Flugbetrieb herrscht, beginnt für die Imker wieder die aktive Zeit mit den Bienen.  Die vorbereitenden Arbeiten, reinigen der Geräte, leeren Beuten, Rähmchen usw.  sind  in den Wintermonaten erledigt worden.

Vordringlich ist nun die Kontrolle der Bienenvölker, da ja jeder Imker gespannt ist, ob alle Völker überlebt haben. Nach den ersten Kommentaren der Kollegen ist in diesem Jahr mit einer Bandbreite von fast keinen Schäden bis zu Verlusten von 80 % zu rechnen. Bei Verlusten kommt natürlich die Frage des Imkers, was habe ich falsch gemacht, was muss ich dieses Jahr in der Völkerführung ändern.

Der Erfahrungsaustausch in unseren monatlichen Imkertreffen kann hierbei hilfreich sein.

Bei der Futterkontrolle muß, soweit in Einzelfällen nötig, nachgefüttert werden (möglichst Flüssigfutter).

Ansonsten heißt es weiterhin abzuwarten in der Hoffnung auf ein gutes Bienenjahr.

Geschrieben von  Anselm Heiß